Philopraxis

Philosophische Praxis - Beratungen, Coachings und Supervisionen im Sokratischen Dialog

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Philosophen

Philosophieren heißt aus meiner Sicht:

Die bloße Bild-Meinungs-Ebene zu verlassen und einen gedanklichen Blick, ein Denken über den Tellerrand hinaus zu wagen ... Das aber nicht "irgenwie", "super-kreativ" nach Gutdünken, sondern ganz lebensnah, zielgerichtet und klar mit den notwendigen Fragen und den zugehörigen Antworten im Sokratischen Dialog.

Denn dies ist meine Orientierung: der Sokratische Dialog, das dialogische Philosophieren des Philosophen Sokrates.

Das Besondere der Philosophie des Sokrates, dem Sokratischen Dialog ist, dass sie durch dessen einzigartige Methode ermöglicht, die zu klärenden Fragen aus einer eigenen Perspektive heraus zu verstehen, zu betrachten und zu klären. Dies ist ein großer Vorteil im Vergleich zu zahlreichen anderen Beratungs-, Coaching- und Therapieverfahren, die oft an einer Fremdbewertung orientiert bleiben müssen.

Oder – nicht ganz so geziert formuliert: Die Sokratik (Maieutik) sorgt durch den sokratischen Dialog zuallererst dafür, dass wir überhaupt selbst erst einmal verstehen können, was es denn eigentlich ist, das uns in unserem Denken, in unseren Gedanken und in unseren Emotionen bewegt und leitet. Denn dies ist, wie sich häufig erweist, oft ganz etwas Anderes, als das, was wir zuvor vermuteten. Diese neue Einsicht in unsere bisherigen Gedanken eröffnet nun neue Denk-Möglichkeiten und ein grundsätzlich neues Denken und neue Perspektiven.  Diese neue Denk-Möglichkeit lässt durch die Sokratik wirkliches Denken und Erkennen überhaupt erst wieder zu, da wir nun, durch den sokratischen Dialog von möglicherweise blockierenden Meinungen befreit, erst wieder zur Bildung einer neuen Position, Erkenntnis und Perspektive bereit sein können.

Ohne diese neue Einsicht steht alles Andere, was darauf aufbauen will, nur auf tönernen Füßen und ist zerbrechlich wie Glas; nicht belastbar.

Wie dichtete einmal jemand so stimmig - ich weiß leider nicht mehr, wo ich das gelesen oder gehört habe - im Bezug auf Sokrates:

Maieutik nannt' er's
wenn er machte,
dass einer wusste,
was er dachte!

Platon würde vielleicht sagen: Philosophieren heisst, sich vom stumpfen Dasein eines Höhlenmenschen zu befreien um den Blick auf das zu richten, was nicht nur schemenhafter Schein ist sondern wahres Sein; einen Blick auf das zu richten worauf es wirklich ankommt.

Meine philosophischen Vorbilder sind vor allen anderen die Griechen Sokrates und Platon. Ich stehe ein für die Sokratik: Sokratische Maieutik, sokratische Dialogik, sokratisches Fragen und das aufrichtige Bemühen um Erkenntnis.

Das ist zwar nicht modern, aber ehrlich. Und hilfreich!

Einige meiner Standpunkte zu grundlegenden Begriffen, knapp wiedergegeben, können Sie über die Auswahlleiste rechts anwählen.

Und eine ausführlichere Darstellung meiner Wertschätzung der sokratischen Philosophie finden Sie auch auf meiner Seite: www.sokratik.de.

(Ein wenig mehr, incl. häufig gestellter Fragen und Antworten zum Sokratischen Dialog, gibt es unter www.Der-Sokratische-Dialog.de zu erfahren).

 

Autor: Michael Gutmann
Berlin


Abbildung oben: Sokrates, Antisthenes, Chrysippos, Epikouros
Bildnachweis, Vollansicht und Rechte